Patienteninformationen

English version | Dutch version

In der nachfolgend beschriebenen Studie werden zwei etablierte Operationsverfahren verglichen. Die klinische Prüfung, die wir Ihnen vorstellen möchten, wurde von der zuständigen Ethikkommission zustimmend bewertet. Die Studie wird an 14 Standorten parallel durchgeführt. Insgesamt sollen 262 Patienten/innen daran teilnehmen. Die Studie wird veranlasst und organisiert durch die Universität zu Köln. Finanziert wird die Studie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Klinische Studien sind wichtig, um Erkenntnisse über die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Therapieverfahren zu gewinnen oder zu erweitern. Die Teilnahme an einer klinischen Studie ist freiwillig. Patienten/innen werden nur dann in eine Studie einbezogen, wenn Sie dazu Ihre schriftliche Einwilligung erklären.

Die Ausführungen auf unserer Internetseite sollen Ihnen das Ziel und den Ablauf der CARDIA-Studie näherbringen. Sollten Sie danach noch weitere Fragen haben, zögern Sie bitte nicht sich an die aufgeführten Ansprechpartner zu wenden.

Was ist das Ziel der CARDIA-Studie?

In der CARDIA-Studie werden Tumore untersucht, die unmittelbar am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen liegen. Durch die chirurgische Entfernung des Tumors kann die Krebserkrankung bei einem Teil der betroffenen Patienten/innen geheilt werden. Zurzeit existieren dazu zwei mögliche Operationsverfahren.

Ein Verfahren ist die sogenannte Ösophagektomie mit Magenhochzug. Hierbei wird ein Großteil der Speiseröhre zusammen mit dem Speiseröhren-Magen-Übergang entfernt. Der Magen wird daraufhin zu einem Schlauch geformt und in der Brusthöhle mit der restlichen Speiseröhre verbunden.

Die andere Operation ist die sogenannte transhiatal erweiterte Gastrektomie. Bei diesem Verfahren wird der Magen gemeinsam mit dem Speiseröhren-Magen-Übergang entfernt. Daraufhin wird eine Verbindung zwischen der Speiseröhre und einem Teil des Dünndarms geschaffen.

Beide Verfahren ermöglichen eine vollständige Entfernung des Tumors. Sie sind allerdings mit unterschiedlichen Risiken und Komplikationen behaftet. Bisher konnte nicht wissenschaftlich erfasst werden, welche der beiden Operationen sich besser zur Behandlung der Übergangs-Tumoren eignet. Beide Operationen werden in den aktuellen Behandlungs-Leitlinien als gleichwertige Behandlungsmethoden empfohlen. Ziel der CARDIA-Studie ist es daher, die beiden Verfahren hinsichtlich der Heilungsraten und der resultierenden Lebensqualität zu vergleichen. Dadurch soll zukünftig allen Patienten/innen mit Tumoren des Speiseröhren-Magen-Überganges das bestmögliche Operationsverfahren angeboten werden können.