CARDIA-Trial

Speiseröhren-Karzinome haben in den letzten Jahrzehnten stark in ihrer Häufigkeit zugenommen. Eine besondere Form der Speiseröhren-Karzinome bilden hierbei die Tumore des Speiseröhren-Magen-Überganges.

In den meisten Fällen werden diese Tumore mit einer Kombination aus einer Bestrahlung oder Chemotherapie, gefolgt von einer Operation behandelt.

Da die Tumore genau am Übergang zwischen der Speiseröhre und dem Magen liegen, kommen für die Operation zwei unterschiedliche Verfahren in Betracht: Ein Verfahren ist die sogenannte Ösophagektomie mit Magenhochzug. Hierbei wird ein Großteil der Speiseröhre zusammen mit dem Speiseröhren-Magen-Übergang entfernt. Der Magen wird daraufhin zu einem Schlauch geformt und in der Brusthöhle mit der restlichen Speiseröhre verbunden. 

Die andere Operation ist die sogenannte Transhiatal erweiterte Gastrektomie. Bei diesem Verfahren wird der Magen gemeinsam mit dem Speiseröhren-Magen-Übergang entfernt. Daraufhin wird eine Verbindung zwischen der Speiseröhre und einem Teil des Dünndarms geschaffen.

Beide Verfahren ermöglichen eine vollständige Entfernung des Tumors. Bislang konnte noch nicht wissenschaftlich bewiesen werden, welche der beiden Operationen sich besser zur Behandlung der Übergangs-Tumore eignet. Beide Operationen werden in den aktuellen Behandlungs-Leitlinien als gleichwertige Behandlungsmethoden empfohlen. Ziel der CARDIA-Studie ist es daher, die beiden Verfahren hinsichtlich der Heilungsraten und der resultierenden Lebensqualität zu vergleichen. Dadurch soll zukünftig allen Patienten/innen mit Tumoren des Speiseröhren-Magen-Überganges das bestmögliche Operationsverfahren angeboten werden.

Die Studie wurde konzipiert und wird durchgeführt durch die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie der Uniklinik Köln und das University Medical Center Utrecht in Kooperation mit dem Zentrum für klinische Studien (ZKS) und dem Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik der Universität zu Köln.

Wir hoffen, dass Ihnen die Internetseiten offene Fragen zu unserer Studie beantworten können. Falls Sie noch weitere Informationen benötigen, zögern Sie bitte nicht, sich an unsere Ansprechpartnerinnen zu wenden.

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